 Pflerscher Tribulaun und Gschnitzer Tribulaun aus Osten vom Gipfel des Roßlauf Nord.
Südostgrat des Roßlauf Nord mit den Pfeiferspitzen.

Schwarze Wand, Gschnitzer und Pflerscher
Tribulaun aus Nordwesten von der Innsbrucker Hütte aus (Aufnahme von Tour 388).

Fotos: Thehighrisepages.de |
Anfahrt von der Brenner-Autobahn über Steinach
ins Obernberger Tal. Hinter Obernberg zum großen, gebührenpflichtigen
P am Whs. Waldesruh (s.a. Google
Maps, Wetter bei weather.com). Vom P weiter auf gesperrter Straße zum Wirtshaus am
Beginn des Obernberger Sees auf 1593m. Hier nach rechts, im dichten Uferwald am
Seeufer höher, um später bei bez. Abzweig nach rechts gegen die Bergflanken im Südosten
anzusteigen. Allmählich weicht der Wald einem hohen Latschengürtel, der auf schmalstem
Pfad überwunden wird. Oberhalb der letzten Latschen wendet sich der Steig nach Nordwesten
an den untersten Felsabbruch. An seinem Fuß auf steilem Pfad höher, darüber folgt
steiles, begrüntes Schuttgelände. Die Schwelle zur Hochfläche, die auch den Vorgipfel Kleiner
Tribulaun, 2491m, trägt - dieser wird rechts liegen gelassen - ist nach 2:35
erreicht. Hier zeigt sich erstmals der oberste, giebeldachähnliche Gipfelaufbau des Obernberger
Tribulaun. Über ebene Kalkrippen und kleinere Absätze der Hochfläche geht es
nach Südwesten rasch an die oberste Bergflanke und über diese in langen Kehren über
erdigen Feinschutt auf den höchsten Punkt. Kreuz mit Buch sind nach 0:55 erreicht.
Zum Nachbarn Roßlauf Nord geht es südwestwärts auf gutem Pfad weiter,
herausgehoben wie auf einer gewaltigen Mauerkrone: Nach einem 60m niedrigeren Sattel geht
es über steileres Schrofengelände wieder hinauf um von links auf den folgenden, lang
gestreckten Höhenrücken zu gelangen. Von diesem etwas hinab zur flachen Sattellandschaft
am mark. Abzweig (0:35) Richtung "Schwarze Wand" bzw.
"Tribulaunhütte". Nun nach links, Süden, über eine sanfte Feinschuttflanke
auf den kurzen Nordrücken und über die obere Ostflanke (grobes Blockwerk) auf die runde
Gipfelkuppe (0:10).
Von hier über den langen Südostgrat (I) mit den Pfeiferspitzen zum fast 800m
tieferen Portjöchl hinüber (vergl. mittleres Bild): Dem ersten sanften Aufwurf
folgt eine Steilstufe (II), die rechts abgestiegen wird. Der deutliche, mark. Pfad folgt
weiter der flachen Schneide. Über zwei steile plattige Passagen (Fixseile) auf der
rechten Seite gelangt man in die Gratsenke vor Felskopf P 2670. Dieser wird steil
rechts hinab umgangen (ggf. Firnfeld). Es folgen Querungen über bereits begrünte
Steilflanken. Der letzten, begrünten Anhöhe P 2584 schließt sich noch ein wüst
zerrissener, rasch abfallender Schrofengrat an um auf dem Weg zum Portjöchl, 2109m, sanft
auszulaufen (1:30).
Vom Jöchl nach links. Auf schmalem Pfad, teils zwischen niedrigem Gebüsch, geht es
mäßig steil in die weiten, felstrümmergeschmückten Wiesen der Seealm hinunter
um schließlich durch Wald und weite Lichtungen ans Südende des Obernberger Sees zu
gelangen. Dem Wanderweg an seinem rechten Ufer entlang geht es zum Wirtshaus Obernberger
See, wo sich der Kreis schließt (1:00). Über die Straße hinab zum P, der nach 0:20
erreicht ist. |
- Die Tour als Rundkurs angelegt erspart den langen Steilabstieg übers Kalkgeröll im
heißen Latschendickicht unter den Ostabstürzen des Tribulaun. Beim sanften Abstieg vom
Portjöchl, dieser führt über einen Erdpfad durch Grünland, hat man dafür lange den
See im Blick. Am Ende der Tour wird man so oder so vom Obernberger See belohnt, der, von
urwüchsigem Wald umstanden, in allen Blau-, Türkis- und Grüntönen schimmert. Der
Abstieg über die Pfeiferspitzen ist allerdings nur für Geübte geeignet.
Zudem erweist sich das Gipfelpanorama am Roßlauf Nord als das deutlich eindrucksvollere.
Innerhalb der kleinen Tribulaungruppe liegt er zentraler und dazu höher. Die drei
höheren Nachbarn Pflerscher Tribulaun, Gschnitzer Tribulaun und Schwarze
Wand stehen hier mit ihren gewaltigen Felsabbrüchen in aller Wucht unmittelbar
gegenüber (vergl. oberes Bild).
- Von beiden Gipfeln fallen besonders auf: Texelgruppe, Botzer, Feuersteine,
Habicht und Zillertaler Alpen mit Olperer, Schrammacher, Großer
Möseler und Hochfeiler. Im etwas entfernteren Südosten eröffnen sich die
Dolomiten mit Sellagruppe, Langkofel und Marmolada.
- Auf der Tour findet man erst unterhalb des Portjöchl wieder Wasser.
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