Eigenständigkeit von Gipfeln
Die Bedeutung von Objekten der Erdoberfläche aus einer objektiven Sicht herzuleiten
ist naturgemäß Aufgabe der Wissenschaften der Kartografie sowie der Geografie, die
hierfür sogar eine gesonderte Disziplin, die Orografie, aufwendet. Diese
beschäftigt sich speziell mit Höhenstrukturen, mithin dem Verlauf und der Anordnung von
Gebirgen und Gewässern, an der natürlichen Erdoberfläche. Der Name ist dem Griechischen
von oros (der Berg) und graphein (beschreiben) entnommen.
Die Errichtung eines Kreuzes, einer Gipfelpyramide, eines vermessungstechnischen
Höhenpunktes oder die Benennung macht einen beliebigen Geländepunkt noch nicht zu einem
Gipfel. Als solcher mag ein Geländepunkt gelten, der ringsum und unweit
ausschließlich deutlich niedrigeres Gelände überragt. Die anzulegende
Mindesthöhendifferenz resp. -prominenz bleibt allerdings Definitionssache. Für die Alpen
und vergleichbare Gebirge dürften etwa 30 Meter, angelehnt an die klassische Seillänge,
angemessen sein. Umgekehrt findet man Gipfel, sogar auch in den Alpen, die (noch) keinen
Namen tragen, was aber nichts an ihrer natürlichen Identität ändert.
Da es sich um natürliche Objekte handelt, erweisen sich isolierte Schwellenwerte wie etwa
nur für die Prominenz als willkürlich. Zielführender ist es, wenn man mehrere
Kennzahlen berücksichtigt und darüber hinaus die Möglichkeit der gegenseitigen
Kompensation einräumt.
Um Gipfel auf ihre geografische, genauer: orografische Bedeutung hin zu betrachten,
nimmt der Autor eine Berechnung der Eigenständigkeit (E) nach Höhe,
Dominanz und relativer Prominenz vor. Diese drei Kennzahlen dürften die Bedeutung
eines Berges am ehesten erfassen. Die Prominenz gibt an, wie tief ein Gipfel
herausgearbeitet ist, die Dominanz, wie weit dieser von einem höheren entfernt ist, und
die Höhe, wie weit er selbst andere zu überragen vermag. Diese drei Größen sind
messbar und damit objektiv und einheitlich, einfach zu erheben, und nahtlos anwendbar für
die gesamte Erde, vom Achttausender bis zum Küstenhügel.
Dominanz
Dominante Berge sind jene, die in einem besonders großen Umkreis die höchsten sind.
In den Alpen ist nach dem Mont Blanc der Großglockner mit über 175
Kilometern der Berg mit der größten Dominanz (D), in der Schweiz ist es der Piz
Bernina mit knapp 138 km.
Ein ungemein dominanter Mittelgebirgsgipfel ist der Brocken im Harz. Erst knapp
224 km entfernt findet sich im Erzgebirge mit dem Fichtelberg ein höherer
Geländepunkt. In Deutschland folgt mit deutlichem Abstand der Großer Arber im Böhmerwald
mit 150 km. In Frankreich findet man im Zentralmassiv am Puy de Sancy erst in den Alpen (218 km) und in den Pyrenäen
wieder höhere Erhebungen.
Die höchsten Erhebungen auf verstreut liegenden Meeresinseln sind folglich meist sehr
dominant.
Prominenz
Die Schärfe bzw. Ausprägung eines Gipfels kann mit der (relativen) Höhe über seiner
Scharte beschrieben werden. Die Prominenz (P) ist ein anderer Begriff für
Schartendifferenz. Diese ist die Höhe über der tiefsten Scharte im
Verbindungsgrat zum nächst höheren Gipfel. Die relative Prominenz ist das
prozentuale Verhältnis dieser Schartendifferenz zur Gesamthöhe. Bei sehr bedeutenden
Bergen kann diese Bezugsscharte unvermutet weit entfernt liegen. Beim Finsteraarhorn,
dem höchsten Berg der Berner Alpen, ist dies der Simplonpass (1994m),
in den Walliser Alpen an der Grenze zu Italien gelegen. Er ist der tiefste, aber
zwingend zu durchschreitende Punkt auf dem höchst möglichen Verbindungsweg zum vertikal
nächst höheren Geländepunkt, den man eben erst in den Walliser Alpen am Monte Rosa
findet. Der Pfad dazu zieht über Grimselpass (2165m), Furkapass
(2431m), Nufenenpass (2478m), Griespass (2479m), Simplonpass,
Zwischenbergenpass (3268m), Antronapass (2838m) und Monte-Moro-Pass
(2868m).
Der höhere Gipfel, der die Dominanz bestimmt, ist beim Finsteraarhorn jedoch ein ganz
anderer, nämlich das Nadelhorn in der Mischabelkette, knapp 52
Kilometer Fluchtlinie entfernt. Prominenz und Dominanz sind also zwei völlig unabhängige
Größen. Um so untergeordneter ein Gipfel ist, desto eher fallen jedoch beide
Bezugsgipfel - jener für die Scharte (engl. Prominence master) und jener für
die Dominanz (engl. Dominance master) - zusammen, bis hin zum klassischen Bild
von Großglockner und Kleinglockner, deren Spitzen nur noch 70 Meter
Abstand halten und aus der kaum tieferen Glocknerscharte erreichbar sind.
Zusammen mit der Höhe (H) werden diese Eingangsgrößen einzeln in
Indizes EP, ED und EH von 0.0 bis 7.0 umgerechnet. Die
davon abgeleiteten acht Gesamtklassen E bilden zwei Gruppen. Die erste umfasst die Klassen
0 (Weltberg) bis 5 (Nebengipfel), die zweite die Klassen 6 (Gratzacken/Anhöhe) und 7
(Bergschulter). Die Klassen 6 und 7 decken das untere Ende sämtlicher konvexer
Geländeformen ab, stellen aber keine Gipfel mehr dar. Mit Weltberg (engl. Supreme
mountain) ist hier keine Konkurrenz etwa zu Achttausendern oder den Seven Summits,
den höchsten der Kontinente zu verstehen, sondern die hohe Eigenständigkeit, die sie
selbst auf kleinmaßstäbigen Atlaskarten oder gar Weltkarten in den Vordergrund rückt.
Die Verteilung eigenständiger Gipfel in den Gebirgen zeigt sich verblüffend
uneinheitlich. Wo lange, kaum eingeschnittene Kämme oder gar ausgedehnte Hochflächen das
Relief bestimmen findet man seltener eigenständige Gipfel als am Rande, wo große
Talfurchen die Gebirgskörper regelrecht in Schollen auflösen.
Gipfel mit hoher Prominenz und Dominanz - und damit hoher Bedeutung - sind für den
Berggänger, ganz ohne Messwerkzeuge, zudem daran erkennbar, wenn nicht spürbar, dass sie
unmöglich im Zuge einer Überschreitung im Vorbeigehen mitzunehmen sind. Solche Berge
müssen ausnahmslos einzeln gewonnen werden. Sie stehen niemals verbunden in einem
einzigen hohen Grat mit bequem geringen Einschartungen.
- Zur Prominenz vergl. auch die sehr detaillierten und präzisen Informationen auf peaklist.org.
Mögliche weitere Gipfelkriterien
Die Stellung eines Berges wäre auch an der Zahl und Reichweite der von ihm
ausstrahlenden Grate festzumachen (Gratknoten) oder über das Volumen der Massenerhebung,
indirekt am Ausmaß der Vergletscherung abzuschätzen.
Die Bedeutung eines Berges lässt sich auch aus einer subjektiven Sicht
festsetzen: nach der bergsteigerischen oder klettertechnischen Anforderung sowie nach
Umfang der Aussicht oder der Beziehung zum Tal, wo niedrigere, vom Hauptkamm losgelöste
Berge für die Talorte manchmal bestimmender sind.
Eine Klassifizierung findet sich auch in den Kartenwerken wieder. In den Schweizer
Landeskarten der Serien 1 : 25 000 bis 1 : 200 000 werden
dabei allein 10 Schriftgrößen verwendet. Die größeren sind stehend (teilweise
zusätzlich g e s p e r r t) gesetzt, die kleineren kursiv.
Die Einstufung der Berge und damit Klassifizierung ist in den verschiedenen
Kartenblättern und den Maßstabsserien allerdings uneinheitlich umgesetzt.
Tabelle der Eigenständigkeit (E)
| Klasse E |
Eigenständigkeit |
Beispiele |
(Indizes EP+ED+EH)
/ 3 |
| Berge und Gipfel |
| 0 |
Weltberg
Supreme Mountain |
Ätna / Monte Etna, Barre des
Ecrins, Corno Grande, Großglockner,
Mont Blanc |
< 1.0 |
| 1 |
Hauptberg eines Kontinents
Mountain |
Grand Combin (Pointe de Grafeneire), Gran Paradiso, Großvenediger,
Hochgall, Zugspitze |
< 2.0 |
| 2 |
Hauptberg eines Gebirges
Major Main Peak |
Dent Blanche, Dent d'Herens, Monte Cevedale, Monte Pelmo, Weissmies |
< 3.0 |
| 3 |
Hauptberg einer Gebirgsgruppe
Minor Main Peak |
Allalinhorn,
Castor, Liskamm (Ostgipfel), Schwarzenstein, Silvrettahorn |
< 4.0 |
| 4 |
Hauptgipfel
Major Sub Peak |
Dürrenhorn, Rofanspitze,
Suldenspitze, Wilder Pfaff,
Zumsteinspitze |
< 5.0 |
| 5 |
Nebengipfel
Minor Sub Peak |
Elwertätsch,
Grand Combin de Valsorey, Östliche Ödkarspitze, Piz Murtel, Schwarzhorn / Corno Nero |
< 6.0 |
| Gratzacken und Anhöhen, die eine oder
mehrere Mindestkriterien (s.u.) nicht erfüllen |
| 6 |
Anhöhe
Major Notable Point |
Breithorn (Schwarzflue / Roccia Nera),
Hohes Aderl, Kreuzreifhorn,
Kleinglockner, Stecknadelhorn |
< 7.0 |
| 7 |
Sonstiger Punkt
Minor Notable Point |
Pointe Jones (Gendarm im Nordwesten der
Aiguille Blanche de Peuterey), Punta Giordani (Südostschulter der Vincentpyramide)
Signalgipfel (Ostschulter Wilder Freiger)
Bschlaber Kreuzspitze (Südschulter Mittlere Kreuzspitze) |
7.0 |
- Die Grenze zwischen Berg und Gipfel (3.99 / 4.00) gilt im Himalaya zugleich als
Definition eines "Achttausenders". Im Himalaya werden damit nur Erhebungen mit E
0.00 bis 3.99 gezählt. Hierzu passt, dass dem Broad Peak (Mid Peak), 8011m, mit einer E
von 4.26 die Anerkennung als eigenständiger Berg und damit als 15. Achttausender
üblicherweise versagt bleibt.
- In den Alpen werden bei den Viertausender-Listen von Blodig
oder Goedeke nur Gipfel mit E 0.00 bis 4.99 gezählt, während die Liste der UIAA
noch Gratzacken der gesamten Klasse 6 (6.00 bis 6.99) als Haupt-(!)Gipfel anerkennt.
Anwendungsbeispiele aus dem Himalaya:
| Berg |
Höhe
(m) |
Eigenstän-
digkeit |
Dominanz
(m) |
Relative Prom.(%) |
Prominenz
(m) |
Scharten-
höhe (m) |
Scharte |
| Mount Everest |
8848 |
0,00 |
Halber
Erdumfang |
100,00 |
8848 |
0 |
entf. |
| Lhotse (8516m?) |
8501 |
3,05 |
3022 |
6,06 |
515 |
7986 |
South Col |
| Lhotse Shar |
8383 |
4,47 |
975 |
0,99 |
83 |
8300 |
k.A. |
| Broad Peak (Mid Peak) |
8011 |
4,26 |
700 |
2,26 |
181 |
7830 |
k.A. |
| Nuptse |
7879 |
3,22 |
3500 |
3,93 |
319 |
7569 |
k.A |
| Baruntse |
7220 |
2,24 |
8100 |
14,27 |
1030 |
6190 |
k.A. |
Anmerkung: Auch den Lhotse Shar findet man nicht als sogenannten Achttausender, da er mit einer Schartendifferenz (Prominenz) von
unter 500 Metern, dem groben Schwellenwert im Himalaya für Eigenständigkeit, nicht als Berg
gilt (zum Vergleich: das Bishorn in den Walliser Alpen weist
lediglich 88m Prominenz auf). Nachlässigerweise wird dies mit einer generellen Gipfel-Definition
gleichgesetzt, die aber so nicht gemeint ist. Selbstverständlich findet man im Himalaya
und im Karakorum weitaus mehr als vierzehn Gipfel über 8000m.
Mindestkriterien
1.) Gipfelhöhe 70 Meter (näheres s. Höhenindex EH).
2.) Eine auf die Schartendifferenz resp. Prominenz (p) bezogene Grenze für die maximale
horizontale Entfernung zur Bezugsscharte (d), berechnet nach d / p2.
Bewegt sich der Faktor über 10, handelt es sich um wenig markante Anhöhen mit extrem
großer Dominanz innerhalb riesiger, reliefarmer Gebiete wie man sie etwa in Australien
oder Afrika vorfindet.
3.) Schartendifferenz resp. Prominenz mit nahtlosem Übergang vom Mittelgebirge (etwa 10
Meter) über die Alpen (um 30 Meter) bis zum Himalaya (maximal 50 Meter):
| Gipfelhöhe in Meter |
Mindest- Schartendifferenz für einen Gipfel in
Meter |
Prozent der Gipfelhöhe |
| 8848 |
50 |
0.56 |
| 6000 |
41 |
0.69 |
| 4000 |
34 |
0.84 |
| 3000 |
29 |
0.99 |
| 2000 |
24 |
1.20 |
| 1000 |
17 |
1.70 |
| 500 |
12 |
2.41 |
| 250 |
9 |
3.41 |
| 125 |
6 |
4.84 |
| 70 |
5 |
6.49 |
|
|
Mindestschartendifferenz =
50
1.41 log2(8848/Gipfelhöhe) |
Im Einzelnen: Die Indizes EP, ED
und EH der Eigenständigkeit
1.) Relativer Prominenzindex EP = - log2(Relative
Prominenz / 100)
| EP |
Relative Prominenz in Prozent größer
oder gleich ... |
| 0.0 |
100.0 |
| 1.0 |
50.0 |
| 2.0 |
25.0 |
| 3.0 |
12.5 |
| 4.0 |
6.3 |
| 5.0 |
3.1 |
| 6.0 |
1.6 |
| 7.0 |
0.8 |
|
|
Die Schärfe bzw. Ausprägung eines Gipfels kann mit der
(relativen) Höhe über seiner Scharte beschrieben werden. Die Prominenz ist ein anderer
Begriff für Schartendifferenz. Diese ist die Höhe über der tiefsten Scharte im
Verbindungsgrat zum nächst höheren Gipfel. Die relative Prominenz ist das prozentuale
Verhältnis dieser Schartendifferenz zur Gesamthöhe. Ein Berg mit 2000m Höhe, dessen
tiefste Scharte im Verbindungsgrat zum nächst höheren Gipfel 1500m bemisst, hat eine
Prominenz von 500m bei einer relativen Prominenz von 25,0.
- Referenz sind Berge mit einer relativen Prominenz von 100 Prozent. Diese ist nur
erreichbar vom jeweils höchsten Berg eines vollständig vom Weltmeer umgebenen Gebietes,
das sind einerseits die riesigen Kontinente und andererseits sämtliche Meeresinseln. Die
unausgeglichene Verteilung über den Globus zeigt, dass diese orografische Kennzahl alleine
untauglich sein muss. Im Zusammenspiel mit der Dominanz (s.u.) erhält man jedoch rasch
ein sehr brauchbares Kriterium.
|
2.) Dominanzindex ED = - log2(Dominanz
in Meter / 100000)
| ED |
Dominanz in Meter größer oder gleich ... |
| 0.0 |
100000 |
| 1.0 |
50000 |
| 2.0 |
25000 |
| 3.0 |
12500 |
| 4.0 |
6250 |
| 5.0 |
3125 |
| 6.0 |
1563 |
| 7.0 |
781 |
|
|
Stehen Berge, egal welcher Höhe, dicht beisammen, ist die
Bedeutung des zweit- oder dritthöchsten in einer solchen Versammlung eingeschränkt. Dies
wird mit der Dominanz erfasst. Es ist die vom Gipfel eines Berges aus gemessene
horizontale Entfernung zum nächst höheren Geländepunkt. Sie gibt den minimalen Umkreis
an, den man auf dem zu klassifizierenden Gipfel überragt.
- Referenz sind 100 Kilometer Entfernung zum nächst höheren Geländepunkt. Berge, die
diesen Abstand zueinander wahren, werden innerhalb eines Gebirges unbestritten als
überall sichtbare, prägende Geländemarken, die Eckpunkte des gesamten Gebirgskörpers
angesehen. In den Alpen sind dies lediglich vier Berge (West nach Ost): Barre des Ecrins,
Mont Blanc, Piz Bernina und Großglockner.
|
3.) Höhenindex EH = - log2(Gipfelhöhe in Meter /
8848)
| EH |
Gipfelhöhe in Meter größer oder gleich ... |
| 0.0 |
8848 |
| 1.1 |
4000 |
| 2.1 |
2000 |
| 3.1 |
1000 |
| 4.1 |
500 |
| 5.1 |
250 |
| 6.1 |
125 |
| 7.0 |
70 |
|
|
Berücksichtigung der absoluten Höhe. Dieser Faktor fließt
ebenfalls zu einem Drittel in die Bewertung ein.
- Referenz ist der höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8848m.
|
Höchste Berge auf Meeresinseln
Der höchste Gipfel einer Meeresinsel hat stets eine relative Prominenz von 100
Prozent. Da dieser Faktor nur zu einem Drittel die Klassifizierung bestimmt und der
zweite, gleichgewichtige Faktor, die Dominanz - welche über offene Meeresflächen hinweg
leicht gewaltige Dimensionen erreichen kann -, oberhalb von 100 Kilometern im angewendeten
Verfahren gekappt wird und damit keinen unendlichen Bedeutungszuwachs bewirkt, erfahren
die Inselhöchsten keine Überbewertung. Man könnte alternativ die Dominanz generell nur
innerhalb der jeweiligen Landflächen erheben. Dies würde allerdings gerade besonders
steil aufsteigende Vulkaninseln, etwa die Insel Stromboli im Tyrrhenischen
Meer über Gebühr benachteiligen (die Dominanz würde von 80 Kilometer auf 2.2
Kilometer schrumpfen) und Erhebungen auf flach ausgedehnten Inseln, wie etwa auf Gotland,
zu sehr begünstigen.
Der niedrigste Weltberg (E < 1.0) dürfte auf einer Meeresinsel liegen. Er müsste
1107m hoch aufragen und mindestens 100 Kilometer vom nächst höheren Nachbarn liegen.
Anwendungsbeispiele für Inselberge:
| Berg |
Insel |
Höhe
(m) |
Eigenstän-
digkeit |
Dominanz
(m) |
Relative Prom.(%) |
Prominenz
(m) |
Scharten-
höhe (m) |
| Agung |
Bali |
3142 |
0,50 |
100000 |
100,00 |
3142 |
0 |
| Ätna / Monte Etna |
Sizilien |
3323 |
0,47 |
1010000 |
100,00 |
3323 |
0 |
| Dhirfis Oros |
Euböa |
1743 |
0,78 |
108000 |
100,00 |
1743 |
0 |
| Kawaikini |
Kauai |
1526 |
1,47 |
27000 |
100,00 |
1526 |
0 |
| Mauna Kea |
Hawaii |
4205 |
0,36 |
>1000000 |
100,00 |
4205 |
0 |
| Monte Cinto |
Korsika |
2706 |
0,57 |
220000 |
100,00 |
2706 |
0 |
| Pakhnes |
Kreta |
2453 |
0,81 |
80000 |
83,08 |
2038 |
415 |
| Psiloritis (Timios Stavros) |
Kreta |
2456 |
0,62 |
414000 |
100,00 |
2456 |
0 |
| Spathi / Lasithiotika |
Kreta |
2148 |
1,01 |
60000 |
83,71 |
1798 |
350 |
| Stromboli |
Stromboli |
924 |
1,19 |
80000 |
100,00 |
924 |
0 |
Ein Gesamtverzeichnis für die hier beschriebenen Berge findet sich unter Zahlen und Fakten.
Siehe auch Gipfel im Taunus nach Dominanz und Prominenz.
- Vergl. auch Extreme
Collect - Zusammenstellungen und Beschreibungen von herausfordernden (Sammel-)
Serien aus den Sportbereichen: Bergsteigen, Klettern, Triathlon, Laufen, Rennrad,
Mountainbike, Trekking.
- Vergl. auch den Artikel von Christian Thöni in der Reihe Wissenschaft und
Bergwelt in "Die Alpen", der Bergsteigerzeitschrift
des SAC, Heft 1/2003.
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